16.03.2017

Streuhaar früher und heute: Von Büffel-Extensions zu modernen Fasern (Teil 1)

Das Problem wenig voluminösen oder ausfallenden Haares ist so alt wie die Geschichte der Haarpflege selbst. In der Antike war der Wunsch nach schönem Haar geprägt von der Darstellung der Göttinnen und Götter, die natürlich allesamt über wallendes, volles Haar verfügten. Um diesem Ideal nahezukommen, griff man auf ebenso naheliegende wie kurios anmutende Methoden zurück. Bis zum modernen Streuhaar war es ein langer Weg, den wir in dieser und der kommenden Woche in unserem Blog nachverfolgen wollen. 

Vom Büffelhaar zu Echthaarsträhnen

Um dem Ideal fülliger Frisuren nachzukommen, wurde in der Antike Echthaar zu Perücken verarbeitet, die dann über dem schütteren Haar getragen wurden. Später, ab etwa dem 15. Jahrhundert, wurde damit begonnen, Eigenhaar mittels Zöpfen oder Haarteilen zu verstärken. Im Rokoko war schliesslich die Verdichtung mittels Strähnen aus Büffelhaar der letzte Schrei.

Auch heute noch sind Echthaarsträhnen eine Option zur Haarverdichtung. Das Problem: Sie können nur eingesetzt werden, wenn ausreichend Eigenhaar vorhanden ist, in das die Haarteile eingearbeitet werden. Hinzu kommt, dass die Haltbarkeit im Vergleich zu den hohen Kosten relativ begrenzt ist. Meist muss bereits nach einigen Wochen nachgearbeitet werden. Das ist nicht nur teuer – die einzelnen Sitzungen zum Entfernen der alten und Anbringen der neuen Extensions sind auch extrem zeitintensiv.

Transplantation und medizinische Behandlung als Alternativen im Einzelfall

Sofern die Ursache für den Haarausfall medizinisch angezeigt ist, sind arzneilich wirksame Stoffe möglicherweise eine Alternative. Wirksame Produkte sind durchweg verschreibungspflichtig, und das Ausmass des Erfolgs ist abhängig vom Einzelfall. Es kann eine Menge Geduld erforderlich sein, bis sich nach und nach ein verdichtender Effekt einstellt. 

Bei einer Haartransplantation werden komplette Haarfollikel verpflanzt, also die Struktur in der Kopfhaut, die die Haarwurzel umschliesst und das Haar dort verankert. Voraussetzung ist, dass die Betroffenen über ausreichend Spenderhaar mit funktionierenden Follikeln verfügen, aus denen noch Haare wachsen; nur so können die Haare wirksam verdichtet werden.

Modernes Streuhaar: Zuverlässig und unkompliziert

Die einfachste und gleichzeitig modernste Lösung zur Haarverdichtung stellt heute Streuhaar (auch Schütthaar genannt) dar. Das Geheimnis einer Haarverdichtung mit Streuhaar liegt in Tausenden kleinen, elektrostatisch geladenen Fasern, die sich wie winzige Magnete an das vorhandene Resthaar heften und lichte Haarpartien so lang anhaltend kaschieren. Die Anwendung von modernem Streuhaar erfordert weder zeitaufwendige Termine beim Spezialisten, noch belastet man den eigenen Körper mit Medikamenten.

Mehr über die Entwicklung vom einfachen Schütthaar zum modernen Streuhaar-Produkt lesen Sie in zwei Wochen in Teil 2 unserer Serie „Streuhaar früher und heute“